Wer an dieser Stelle nun bunte Trainingstabellen erwartet, den müssen wir leider enttäuschen. Nicht, weil wir kein Konzept hätten oder dieses nicht veröffentlichen wollten, sondern weil wir uns nicht in die endlose Schlange der theoretischen Konzeptformulierungen einreihen möchten. Wir versuchen lieber, durch die kleinen und großen Erfolge im Camp-Alltag zu überzeugen.

Auch unter Über uns können Sie einige Hintergründe des kickercamps nachlesen.

Das sind die Eckpfeiler, die unser Camp tragen:

Die Camp-Familie

Unsere Trainer sind ausschließlich aktive Spieler (überwiegend in der Regionalliga Bayern, der höchsten Amateurklasse), die als greifbare Vorbilder fungieren. Wir trainieren nicht nur gemeinsam, sondern essen auch alle zusammen, räumen auf, helfen uns gegenseitig – egal ob groß oder klein, Trainer oder Fußballschüler, jeder hat seine Aufgaben, ist eingebunden und gleichwertiger Teil der Camp-Familie. Dies ist unserer Erfahrung nach sehr wirkungsvoll, um Ehrgeiz zu wecken und ein positives Gemeinschaftsgefühl entstehen zu lassen, worauf wir das Training aufbauen können.

Den Einsatz, den unsere Trainer im Camp einfordern, zeigen sie selbst in spannenden Spielen der Regionalliga Bayern, und die Campkinder können hautnah dabei sein. Was kann authentischer sein?

Darüber hinaus kümmert sich eine weibliche Betreuungsperson (ausgebildete Jugendleiterin der MSJ) um alle Teilnehmer. Gerade kleinere oder sehr sensible Kinder können sich oft nicht so einfach in leistungsbezogene Gruppen zwischen die vielen neuen Gesichter einordnen und benötigen eventuell Ansprache »außer der Reihe«. Aber auch die »coolen« Großen haben mal ein Problem oder Wehwehchen und schätzen die entspannte, kameradschaftliche und unkomplizierte Atmosphäre bei uns sehr.

Natürlich setzen wir hohe Ziele und wollen die Kinder verbessern, jedoch darf und soll hier jeder nach seinen Möglichkeiten lernen und jeder Fortschritt und jedes motivierte Kind verdient und bekommt bei uns die entsprechende Anerkennung. Dabei respektieren und achten wir stets die persönlichen Grenzen der einzelnen Kinder.

Training

Durch Kleingruppen und die vielen verschiedenen Möglichkeiten in der Sportparkanlage haben wir den Vorteil, die täglichen Trainingseinheiten nach den Teilnehmern richten zu können – und nicht andersrum. So können wir jede Leistungsstärke optimal fordern.

Desweiteren stehen nicht nur das Können am Ball, sondern auch Theorie und Regelkunde bei uns auf dem Programm. Regeln zu kennen bedeutet auch, sich mit Sicherheit und Selbstvertrauen auf dem Platz zu bewegen. Das alles wird von uns jedoch kurzweilig und kindgerecht im Mittagsprogramm als Geschichte (zum Hören oder Sehen) oder als Quiz präsentiert.

Außerdem bemühen wir uns immer, soweit möglich die Grundsätze einer gesunden und vollwertigen Ernährung zu berücksichtigen.

Auszeichnungen

Wir verteilen am Ende der Woche in vielen Kategorien hochwertige Sachpreise (keine Süßigkeiten!). Dabei achten wir stets darauf, dass es auch Preise gibt, die nichts mit reinem Können zu tun haben, so dass jeder Teilnehmer die Chance auf einen Preis hat – wenn nicht für die beste Leistung, dann eventuell für faires Verhalten, größte Motivation, fleißige Hilfe beim Aufräumen, Teamgeist usw.

Lehrkonzept

Unsere Trainer sind auch in ihrem Alltag in die Jugendarbeit des Vereins eng und erfolgreich eingebunden, so dass sie täglich mit Juniorentraining zu tun haben, nicht nur einige Wochen im Jahr. So sind sie stets über alle neuen Erkenntnisse der Sportwissenschaft und des Jugendtrainings informiert. Natürlich orientieren wir uns an modernen und aktuellen Lehrkonzepten erfahrener Fußballlehrer.

Doch achten wir immer darauf, dass die Mischung aus Spaß und Anforderung stimmt, um die Kinder zu größter Leistungsbereitschaft und Aufmerksamkeit zu motivieren. Nur wer sich wohl und geachtet fühlt und lernen will, kann dies auch mit Erfolg tun. Der ausnahmslos große Einsatz und die positive Entwicklung aller bisherigen Camp-Kinder bestätigt uns stets in dieser Sichtweise. Abseits des normalen Vereinstrainings lässt sich mancher Druck nehmen und gelingt vieles leichter. Darüber hinaus ist Fußballspielen auch immer ein klein wenig »Schule fürs Leben«, das bestätigen viele anerkannte Persönlichkeiten auf diesem Gebiet, und diesem Gedanken schließen wir uns definitiv an.

Leitgedanke des Teams

Allein der bestmögliche Lernerfolg sowie das Vertrauen der Teilnehmer und ihrer Eltern bestimmen unsere Vorgehensweise im Camp – und nicht sture Konzepte auf Papier. Jeder, der unser kickercamp kennen gelernt hat, weiß, dass uns nicht der kommerzielle Gedanke antreibt, sondern in erster Linie die Freude an der Arbeit mit den Kindern und ihre Begeisterung. Wir alle vom kickercamp-Team leben unser Camp mit Leib und Seele, über alle Konzepte und Verhaltensregeln hinaus. Deshalb dürfen und wollen wir es als persönlichen Erfolg verbuchen, wenn die Kinder nach Abschluss eines Camps möglichst große Fortschritte gemacht haben, sich rundum wohl fühlten und begeistert nach Hause gehen. Was im Einzelnen dafür nötig ist, überdenken und entscheiden wir für jeden Teilnehmer täglich neu.

Das nämlich ist unser eigentliches Konzept.

Christoph Schmitt und Susanne Pokorny